
Scootersturz - Zahntrauma
Die Ausgangssituation zeigt einen Zustand nach Trauma - der Patient ist mit dem E-Roller gestürzt, wobei der rechte Frontzahn sowohl an der Krone als auch an der Wurzel gebrochen ist. Zwei weitere Zähne sind an der Krone leicht gesplittert und gelockert. Bei der Erstversorgung wurden die Zähne mittels Splint geschient und an den benachbarten Kronen fixiert, um sie zu stabilisieren und zu verhindern, sie vorzeitig zu verlieren.

Das Behandlungskozept:
3 Fachbereiche - 1 gemeinsamer Plan.
Der nicht erhaltenswürdige Frontzahn wurde durch ein Implantat ersetzt und im gleichen Schritt mit einer Implantatkrone versorgt. Die restlichen Zähne wurden weiterhin durch einen Splint geschient, damit sie wieder fest verankert im Knochen stehen konnten.
Im Zuge dieser Versorgung keimte der Wunsch nach Perfektion seitens des Patienten auf: er wollte nun auch seine natürliche Fehlstellung (offener Biss, die Zähne schließen vorne nicht richtig) korrigiert wissen.
Kieferorthopädische Maßnahmen wurden erarbeitet, das exzellente Finish sollte schließlich durch Veneers erreicht werden.
Hier zeigt sich, was möglich wird, wenn interdisziplinär zusammengearbeitet wird.


1) Implantation (Chirurgie)
Stabiler Ersatz für den Frontzahn
Zuerst wurde der nicht erhaltenswürdige Zahn versorgt und durch ein Zahnimplantat ersetzt. Ziel: eine stabile Grundlage für ein natürliches Ergebnis – funktionell und ästhetisch.
Dabei setzen wir stets auf moderne Diagnostik und digitale Planung (z. B. Scan statt „klassischem Abdruck“), um präzise und schonend zu arbeiten
2) Alignertherapie (Kieferorthopädie)
Korrektur des offenen Bisses
Nachdem das Implantat stabil eingeheilt und die Situation optimal beurteilbar war, begann die Aligner-Therapie.
Vorteile für Patient:innen:
- nahezu unsichtbar im Alltag
- herausnehmbar beim Essen und bei der Zahnpflege
- planbar und kontrollierbar durch digitale Planungsschritte
Das Ziel: Zähne so zu bewegen, dass Ober- und Unterkiefer wieder "gesund zusammenbeißen" – und die Frontzahn-Ästhetik dabei mitgedacht wird.
3) Veneers (Ästhetik)
Ästhetische Perfektion zum Schluss
Wenn Funktion und Zahnstellung stimmen, lohnt sich oft der letzte Schritt: die Feinkorrektur der Optik. „Veneers" sind dünne Keramikschalen, die Form und Farbe der Frontzähne harmonisieren können – natürlich, hochwertig und individuell. So wirkt das gesamte Lächeln am Ende „wie aus einem Guss“.



Warum "unter einem Dach" den Unterschied macht.
Bei kombinierten Behandlungen entscheidet oft nicht nur *was* man macht, sondern *wie gut die Schritte aufeinander abgestimmt sind*.
In der Akademie arbeiten dafür eng zusammen:
- Mund‑, Kiefer‑ & Gesichtschirurgie (Implantation und chirurgische Planung)
- Kieferorthopädie (Aligner, Bisskorrektur, Feinausrichtung)
- Zahntechnisches Labor (ästhetische Umsetzung, Farbe, Form, Feindetail)
- Prothetiker
Das bedeutet für Sie:
- kurze Wege, klare Abstimmung
- ein gemeinsamer Plan statt „Einzellösungen“
- ein Ergebnis, das funktionell stabil und ästhetisch überzeugend ist.

Häufige Fragen.
Kann ich mit einem Implantat überhaupt Aligner tragen?
> Ja – in vielen Fällen ist eine Aligner-Therapie auch mit Implantat möglich. Entscheidend ist die individuelle Planung, weil das Implantat selbst nicht „mitwandert“, die natürlichen Zähne aber sehr wohl.
Wird das Implantat durch die Zahnbewegung belastet?
> Die Therapie wird so geplant, dass der Biss am Ende harmonisch passt. Kontrollen sorgen dafür, dass alles stabil und gesund bleibt.
Ist das schmerzhaft?
> Die meisten Patient:innen empfinden Aligner eher als „Druckgefühl“ in den ersten Tagen nach einem Schienenwechsel. Implantologische Eingriffe sind dank moderner Anästhesie in der Regel gut planbar und möglichst schonend.
Wie lange dauert so eine Kombinationstherapie?
> Das ist individuell. Je nach Ausgangslage kann es von mehreren Monaten bis zu längeren Behandlungsphasen reichen. In der Beratung bekommen Sie einen realistischen Zeitplan.
Was kann ich selbst tun, damit das Ergebnis lange hält?
> Regelmäßige Kontrollen, gute Mundhygiene und professionelle Prophylaxe (z. B. Zahnreinigung) sind entscheidend – besonders bei Implantaten und nach kieferorthopädischen Korrekturen.